RASSEGNA STAMPA
Was würde die Kurfürstin sagen…?
Im königlichen Garten von Hannover fand bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen das 21. Open-Air Konzert der hannoverschen Chopin-Gesellschaft statt. Dank großzügiger Sponsoren konnte auch in diesem Jahr wieder eine hochkarätige Veranstaltung die Herzen mehrerer tausend Zuhörer erfreuen. Wie Bürgermeisterin Lange in ihrem Grußwort mit großer Begeisterung betonte, können die Hannoveraner stolz auf den Georgengarten sein und sicher wäre Kurfürstin Sophie überaus glücklich gewesen, hätte sie solch ein Ereignis in ihrem königlichen Garten erlebt (...)
(...) Eine Umbaupause auf dem Podium bot eine willkommene Gelegenheit zum Verzehr mitgebrachter Köstlichkeiten, bevor ein weiterer Programmhöhepunkt die Aufmerksamkeit der Hörer fesselte. Das zweite Klavierkonzert von Sergei Rachmaninoff entstand in den Jahren 1900/1901 nach einer schweren Schaffenskrise des Komponisten und genießt seit seiner Uraufführung eine enorme Popularität.
Der italienische Pianist Alberto Nosé beeindruckte mit diesem Werk durch technische Brillanz und musikalische Ausdrucksvielfalt. Allein der Kopfsatz mit seinen acht wie von Ferne tönenden glockenähnlichen Klängen ließ erkennen, dass Nosé ein wahrer Klangkünstler ist.
Mit Clair de lune aus Debussys Suite Bergamasque und einer Etüde aus Rachmaninoffs Etudes Tableaux als Zugabe und der Gewissheit, dass auch im nächsten Sommer wieder ein Open-Air Konzert stattfinden wird, endete ein gelungener Nachmittag.
Okka Mallek Hannover (August 9, 2009)